Mobile Beratung für Opfer
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03.04.2012 - Nordhausen - Mobit
Beim jährlichen Gedenken an die Bombardierung Nordhausens kam es zur massiven Einschüchterung durch die regionale Neonazi-Szene und zu Übergriffen. So wurde beispielsweise versucht Vertreter und Vertreterinnen des Nordhäuser Bürgerbündnisses durch einen Fotograf der extrem rechten Szene ein zu schüchtern. Auch eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter der Mobilen Beratung in Thüringen (MOBIT) wurden beleidigt und körperlich angegangen. Als Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD), wie im Vorfeld angekündigt, dem NPD-Mandatsträger Elbert den Gedenkkranz zurückgeben wollte, griff dieser Frau Rinke so massiv an, dass die Polizei ihn unter erheblicher Gewaltanwendung in Gewahrsam nehmen musste. Parallel wurden die anwesenden Neonazis gegenüber der Zivilgesellschaft handgreiflich. Beobachtet wurde sogar, wie ein Neonazi einer Frau in den Bauch schlug.
17.03.2012 - Sonneberg - AGST
In Sonneberg wurden am 17. März 2012 mehrere Jugendliche von der Polizei gestellt, da sie auf einem Spielplatz Nazi-Parolen skandierten. Die Polizei fand dabei eine Schreckschusswaffe und ein Einhandmesser. Ein Mann aus der Gruppe soll am Abend bereits einen Pizzalieferanten bedroht haben.
10.03.2012 – Saalfeld – Jenapolis
Bei einer Demonstration gegen die Neonaziszene in und um Saalfeld wurde das Auto des Kreisvorsitzenden des DGB Jena-Saale Holzlandkreis und Regionalverantwortlichen des DGB Büros in Ostthüringen angegriffen. Neben einem aufgebrochenen Tankdeckel war das Auto mit mehreren Aufklebern der Freien Nationalisten Saalfeld und einer Organisation namens „Hungrige Wölfe“ beklebt. Auf dem Parkplatz der Polizeiinspektion Saalfeld wurde der Gewerkschafter dann am späten Nachmittag noch durch Neonazis bedroht. Es wurde Anzeige erstattet.
03.03.2012 - Saalfeld - Haskala
Nachdem ein Neonazi-Konzert in Unterwellenborn von der Polizei verhindert wurde, reagierten die Neonazis mit kleineren Aufmärschen in der Innenstadt von Saalfeld sowie in Gorndorf. Laut Augenzeugen wurden hierbei Jugendliche von Neonazis attackiert. Außerdem versuchten die Neonazis das Klubhaus der Jugend anzugreifen, indem gerade eine Veranstaltung stattfand.
25.02.2012 - Zella-Mehlis - AGST
Bei einem Konzert im "Da Vapo"-Vereinshaus wurden mehrere Besucher von einem Neonazi aufgrund ihrer Kleidung als "Schwuchteln" und "Scheiß Homos" beschimpft. Dieser griff dann auch zwei Personen an. Ein junger Mann wurde dabei mit mehreren Schlägen auf den Kopf attackiert. Danach wurden die Betroffenen der Neonazigewalt von einem Mitglied des Vereins vor die Tür gesetzt. Er warf ihnen vor den Gewalttäter provoziert zu haben, indem sie der Homophobie des Neonazis widersprachen.
15.02.2012 - Gera - Bündnis 90 / Die Grünen KV Gera
Zum zweiten Mal in einer Woche wurde die Kreisgeschäfsstelle und zugleich Büro der Landtagsabgeordneten Astrid Rothe-Beinlich mit neonazistischen Aufklebern und weißer Farbe beschädigt. Beim zweiten Versuch der Neonazis konnten sechs der Täter von der Polizei festgenommen werden.
13.02.2012 - Jena - JG Stadtmitte Jena
In den frühen Morgenstunden des 13.02.2012 waren vier Männer auf dem Weg nach Hause. Sie unterhielten sich dabei in ihrer Muttersprache Griechisch. In der Höhe des Johannistores wurden sie von zwei jungen Männern im Alter von ca. 18-22 Jahren angegriffen. Grund war ihre Sprache. Einer der vier Männer wurde geschlagen. Er konnte sich wehren und die Angreifer zum Rückzug bewegen. Die vier Männer setzten ihren Weg fort und trennten sich für ihre jeweiligen Heimwege, die sie jeweils zu zweit fortsetzten. Plötzlich wurden die beiden, die weiter auf der Johannisstraße gingen von hinten aus einer größeren Gruppe heraus angegriffen. Ein Mann wurde dabei mehrfach geschlagen und im Bereich des Gesichtes erheblich verletzt.
11.02.2012 – Jena – Persönliche Kontaktaufnahme
In den späten Abendstunden kommt es während einer Veranstaltung in der JG-Stadtmitte nach verbalen Auseinandersetzungen zu mehreren tätlichen Übergriffen auf eine Gruppe von israelsolidarischen Jugendlichen. Nachdem beleidigende Äußerungen wie „antideutsche Fotzen“ fallen, eskaliert die Situation als einem Betroffenen brutal ins Gesicht geschlagen wird. Ein weiterer wird ohne Rücksicht auf schwerste Verletzungen eine Treppe heruntergestoßen. Im Vorfeld des Übergriffs hatte eine JG-Mitarbeiterin die Gruppe aufgefordert die Veranstaltung zu verlassen, welche die Jugendlichen auch nachkommen wollten. Die Betroffenen sind von der aggressiven Stimmung und dem hohen Gewaltpotential der Angreifer schockiert.
16.01.2012 – Erfurt – Persönliche Kontaktaufnahme
Zwei männliche Personen mit rechtsextremem Erscheinungsbild versuchen einen Mann in der Erfurter Innenstadt tätlich anzugreifen. Eine Passantin verhindert die Attacke, indem sie sich schützend vor das potentielle Opfer stellt. Bevor die beiden Angreifer den Ort verlassen, wird die couragierte Frau sexistisch beleidigt.
02. / 03.01.2012 – Ilmenau - OTZ
In der Nacht vom 02.01. auf den 03.01. wurde eine Imbissstube in Ilmenau Opfer eines Brandanschlags. Hier hatte es vor einigen Jahren schon einmal gebrannt. Der Sachschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf rund etwa 15 000 Euro. Eine politisch motivierte Tat könne derzeit nicht ausgeschlossen werden.